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Weitere InformationenDie Kronenjoch-Überschreitung ist ein echtes Abenteuer: lang, hochalpin und weitgehend abseits jeglicher Infrastruktur. Die Route führt über teils empfindliche Schutzgebiete und wird offiziell nicht empfohlen. Wer sie trotzdem fährt, sollte größte Rücksicht auf Natur, Wege und Alpbetrieb legen. Eine echte Königstour – landschaftlich spektakulär, fahrtechnisch fordernd und konditionell anspruchsvoll.
Zum Glück sind die ersten Höhenmeter noch recht kraftsparend: Mit der Flimjochbahn gelangen wir in zwei Sektionen auf rund 2750 Meter. Am Äusseren Viderjoch beginnt die Tour über den Schmugglertrail, der unter dem Salaaser Kopf zum kurzen Gegenanstieg am Zeblasjoch führt. Eine kurze Abfahrt leitet weiter zur Fuorcla Val Gronda, wo die erste längere Abfahrt auf Schweizer Seite beginnt – oben flüssig, weiter unten zunehmend technischer, bis wir die Heidelberger Hütte erreichen. Hier sollte man sich unbedingt stärken, denn ab jetzt wird`s extrem fordernd.
Es warten rund 700 Höhenmeter hinauf zum Kronenjoch, beziehungsweise knapp 800 Höhenmeter zur optionalen Breiten Krone. Der Aufstieg ist nur teilweise fahrbar; besonders die ersten steileren Meter verlangen häufig nach Schieben. Auch später bleiben einige Rampen für viele Fahrer – selbst mit E-MTB – grenzwertig. An der Foppa Trida verzweigt sich der Weg: Links geht es zur Breiten Krone, rechts direkt zum Kronenjoch. Der Dreitausender selbst bietet einen grandiosen Rundblick, seine Abfahrt bleibt jedoch extrem anspruchsvoll – viele lassen das Bike deshalb unten.
Am Kronenjoch öffnet sich erneut ein weiter Blick über die Silvrettagruppe. Die Abfahrt beginnt in einer breiten Schotterflanke, deren Linie technisch moderat, aber durchweg eng und steil ausfällt. Weiter unten wird der Trail richtig garstig, später wechselt er in weiche Wiesenhänge. Der Kontrast zwischen hochalpinem Geröll und der Almlandschaft unten ist markant. Das letzte Stück vor der Jamtalhütte ist von Kühen ausgetreten und extrem holprig zu fahren.
Von der Hütte rollt man kurz auf der Fahrstraße talwärts, bevor der Weg erneut in einen Singletrail wechselt. Dieser Abschnitt verlangt nochmals volle Konzentration: wurzelig, steinig und immer wieder mit kleinen Stufen unterbrochen. Erst wenige Kilometer vor Galtür endet der Trail. Die Rückfahrt nach Ischgl erfolgt entspannt und rollend auf dem Radweg entlang der Trisanna.
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